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Rasen düngen - aber richtig! Gute Tipps zur Rasendüngung

Ihr möchtet euren Rasen düngen und wollt wissen worauf es bei der Rasendüngung ankommt? Hier erfahrt ihr mehr dazu.


Rasen düngen ja oder nein?

Nicht jeder Rasen braucht auch eine Rasendüngung. Ist der Rasen sattgrün,

ohne kahle Stellen und dicht im Wuchs, scheint es dem Rasen an nichts zu mangeln. Von einer Rasendüngung kann man also absehen, da die Pflanzen immer nur so viele Nährstoffe aufnehmen, wie sie auch benötigen. Der Großteil des Düngers würde einfach ungenutzt im Boden versickern und darüber hinaus auch noch unnötig das Grundwasser belasten. Um festzustellen ob, und wenn ja, welche Nährstoffe und Spurenelemente dem Rasen fehlen, sollte man eine Bodenprobe entnehmen und an ein Institut zur Bodenanalyse schicken. Wurde eine Analyse erstellt, kann mit der Auswahl des richtigen Düngers (falls nötig) begonnen werden.

Rasendüngung – Was brauchen die Pflanzen?

Grundsätzlich gilt beim Rasen düngen: Je stärker der Rasen beansprucht wird, desto besser muss er mit Nährstoffen versorgt werden. ABER: Bei der Rasendüngung kommt es immer auf die richtige Menge und Zusammensetzung an. Viel hilft viel ist hier NICHT das Motto. Im Gegenteil, kann zu viel und falsch ausgebrachter Dünger den Rasen eher schädigen als unterstützen. Bei jedem Rasenschnitt (nicht beim Mulchmähen) geht ein Teil Nährstoffe dem Boden verloren und muss ersetzt werden. Manche Böden schaffen es nicht aus eigener Kraft genügend Nährstoffe nachzuliefern und brauchen daher die Unterstützung durch eine Rasendüngung. Neben den wichtigsten Nährstoffen wie Wasser, Sauerstoff und Kohlendioxid, benötigt der Rasen noch Mineralien wie Stickstoff, Phosphor, Kalium und Magnesium. Weitere Elemente, die in geringen Mengen benötigt werden sind unter anderem Calcium, Schwefel, Kupfer, Eisen und Zink. In Düngern kommen allerdings (außer in speziellen Spurenelemente-Düngern) normalerweise nur die 4 erstgenannten Elemente Stickstoff, Phosphor, Kalium und Magnesium zum Einsatz. Stickstoff fördert das Wachstum und die Regenerationsfähigkeit der Gräser, Phosphor ist für den Stoffwechsel wichtig und fördert das Wurzelwachstum, Kalium erhöht die Widerstandskraft der Pflanzen gegen Hitze, Kälte und Krankheiten und Magnesium schlussendlich stärkt die Gesundheit und färbt die Blätter sattgrün.


Rasen düngen – wann eigentlich?

Das "wann" und "wie oft" in Bezug auf die Jahreszeiten hängt ein wenig auch von der Art der Nutzung des Rasens ab. Ein wenig strapazierter Zierrasen benötigt maximal 2 Rasendüngungen im Frühjahr und Hebst, wohingegen ein stark strapazierter Spielrasen eventuell auch 4mal im Jahr gedüngt werden kann. Die erste Rasendüngung kann in aller Regel zwischen Mitte März und Mitte April erfolgen. Hier werden meist stickstoffbasierte Rasendüngungen vorgenommen um das Graswachstum anzuregen. Ab Mitte Mai bis Mitte Juni kann eine zweite, kaliumbetonte Düngung erfolgen um die Pflanzen gegen sommerliche Trockenheit zu stärken. Im Juli kann eine Gabe von stickstoffbasiertem Langzeitdünger gegeben werden um das Wachstum in den Sommermonaten zu unterstützen und eine letzte Rasendüngung kann Ende August bis Mitte September gegeben werden. Hier bietet sich eine kaliumbetonte Rasendüngung an um die Pflanzen für den Winter stark zu machen. Das Rasen düngen sollte am besten in den Abendstunden erfolgen, wenn in der Nacht oder dem Morgen danach auch Niederschläge angekündigt wurden. Es ist wichtig, dass der Dünger nicht auf den Pflanzen liegen bleibt, wenn die Sonne die Gräser erhitzt. So entstehen üble Verbrennungen auf den Blättern, die nur durch das Nachwachsen von neuem Gras beseitigt werden können. Sollten die angekündigten Niederschläge ausbleiben, muss notfalls mit dem Gartenschlauch nachgeholfen werden.

Und wie geht das mit dem Rasen düngen?


Nutzt man feststofflichen, mineralischen Rasendünger, dann wird er am besten mit einem Streuwagen ausgebracht um eine gleichmäßige Verteilung des Düngers zu garantieren. Dabei wird der Dünger in 2 Portionen ausgebracht. Die eine Hälfte in Längsrichtung und die andere in Querrichtung dazu. Je genauer und gleichmäßiger die Rasendüngung durchgeführt wird, desto weniger verschieden grün gefärbte Flecken oder verbrannte Stellen hat man später im Rasen. Achtet beim Befüllen des Streuwagens darauf, dass kein Dünger daneben fällt um an dieser Stelle Schädigungen des Rasens zu vermeiden. Flüssigdünger wird nach Anweisung der Verpackung angemischt und dann gleichmäßig mit der Gießkanne auf dem Rasen verteilt.


Viel Erfolg beim Rasen düngen!

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